Vom Reichtum in der Armut

Rohstoffabbau und Verteilungskonflikte am Beispiel Mosambik

Seminar

Vom 21. – 23. Oktober 2011 fand das Seminar „Vom Reichtum in der Armut – Rohstoffabbau und Verteilungskonflikte in Mosambik“ in Bielefeld statt.

Das Seminar diente der Erörterung und Diskussion des Themenfeldes der Extraktiven Industrien in Mosambik sowie der globalen Verflechtungen. Neben der thematischen Analyse stand die gemeinsame Entwicklung von Handlungsoptionen im Vordergrund.

Die vorliegenden Artikel sind Ausarbeitungen einiger Referate des Seminars. Diese und weitere Artikel können auch in der Ausgabe des Mosambik Rundbriefs Nr. 83 eingesehen werden.

Rohstoffreichtum und verantwortungsvolles Handeln

Von Hanna Goffart & Matthias Goffmann

Einnahmen aus natürlichen Rohstoffen können potentiell einen großen Beitrag zur Entwicklung eines Landes leisten. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass Ressourcenreichtum nicht automatisch zu nachhaltiger Entwicklung beiträgt: Viele rohstoffreiche Länder verzeichnen häufig geringere Wachstumsraten als rohstoffarme Länder. Ein verantwortungsvoller und transparenter Umgang mit den Einnahmen aus dem Ressourcenabbau ist dafür jedoch unumgänglich. Der Artikel beschreibt verschiedene Ansätze zur Förderung guter Rohstoffgovernance.

Artikel Rohstoffgovernance (PDF | 4,7 MB)

Chance oder Gefahr?

Von Thomas Selemane

Seit einiger Zeit wird in Mosambik über die Vor- und Nachteile des Sektors der Extraktiven Industrien diskutiert. Der Autor ist Koordinator des Programms „Natürliche Ressourcen und Extraktive Industrien“ der mosambikanischen Nichtregierungsorganisation Centro de Integridade Pública (CIP). In dem Artikel werden die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen des Sektors unter besonderer Berücksichtigung der zivilgesellschaftlichen Forderung der Teilhabe der gesamten Gesellschaft geschildert. Dabei wird neben den Herausforderungen für die mosambikanische Politik auch auf die Rolle der deutschen Wirtschaft und der internationalen Zusammenarbeit eingegangen.

Artikel Chance oder Gefahr (PDF | 6,8 MB)

Ein soziales Pulverfass

Interview mit Thomas Selemane

Im Kontext des Seminars führte Johannes Beck (Leiter der portugiesischen Redaktion der Deutschen Welle, Bonn) ein Interview mit Thomas Selemane über die Folgen des Rohstoffbooms für Mensch und Umwelt. Thomas Selemane attestiert dem Sektor der Extraktiven Industrien große Entwicklungspotentiale für Mosambik, verdeutlicht am Beispiel des Kohleabbaus in Tete gleichzeitig aber auch die zunehmenden sozialen Spannungen und Spaltungen, die der Abbau in einigen Regionen bereits geschaffen hat.

Interview Soziales Pulverfass (PDF | 5,6 MB)

Die portugiesische Version des Interviews ist abrufbar unter:

http://www.dw-world.de/dw/article/0,,6645272,00.html und http://www.dw-world.de/dw/article/0,,6645270,00.html