Wald Holz Papier

Pro Minute verschwindet weltweit eine Waldfläche so groß wie 36 Fußballfelder. Insgesamt sind weltweit inzwischen 50 Prozent der ursprünglichen Waldfläche vernichtet. Dabei leben mehr als 60 Millionen Menschen direkt im und vom Wald. Umwelt­experten schätzen, dass die Wälder weltweit bis zu 95 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten beherbergen.

Nahrungsmittel

Jeder sechste Mensch auf der Erde hungert. Dabei ist Hunger kein Schicksal. Es gibt genug Nahrungsmittel für alle Menschen. Die Ursachen von Hunger liegen in der ungerechten Verteilung von Nahrungsmitteln, dem ungleichen Zugang zu Produktionsressourcen und Einkommen sowie einer ungerechten Welthandelspolitik.

Energie

In Deutschland ist es eine Selbstverständlichkeit, Energie für Heizung, warmes Wassser, elektrische Geräte und vieles mehr überall und ohne Umstände zu bekommen. In Mosambik haben nur 13,2 Prozent der Bevölkerung einen Zugang zum Stromnetz. Dabei ist Energie eine wichtige Voraussetzung für die Armutsbekämpfung und Entwicklung einer Region.

Müll & Recycling

Was nicht mehr gebraucht wird, landet im Mülleimer: Ca. 500 kg Hausabfall pro Person fällt in Deutschland jährlich an. Der Müll landet auf Deponien, in Müllverbrennungsanlagen oder auch in Ländern, in denen Arbeitskraft billig ist und die Entsorgung insbesondere von gefährlichem Sondermüll kostengünstig und ohne Umweltauflagen.

Wasser

Fast die Hälfte aller Lebensmittel wird weltweit auf künstlich bewässerten Flächen angebaut. 90 Prozent der Wasserressourcen in den Ländern des Südens werden für die Bewässerungswirtschaft verbraucht, der Großteil für den Anbau von Exportgütern. Das Hunger- und das Wasserproblem hängen also unmittelbar zusammen.

Ressourcenarmut – Ressourcenreichtum

Ein deutsch-mosambikanisches Jugendfotoprojekt

Sind wir arm oder reich in Bezug auf Ressourcen? Und wie gehen wir damit um? Leben wir über unsere Verhältnisse und auf Kosten der Natur oder anderer Menschen?

Wie SchülerInnen in einer globalisierten Welt, aber in zwei so unterschiedlichen Ländern wie Deutschland und Mosambik, den Umgang mit Ressourcen aus ihrem Blickwinkel beurteilen, dokumentiert dieses Fotoprojekt. Dabei werden die Realitäten des Nordens und des Südens nebeneinander gestellt und miteinander in Beziehung gesetzt.

In einwöchigen Workshops, unter Anleitung des mosambikanischen Fotografen Rui Assubuji und des deutschen Fotografen und Fotopädagogen Peter Steudtner, fotografierten Jugendliche an Schulen in Moatize, Hamburg, Dortmund, Bielefeld und Lennestadt zu den Themen Ressourcenver(sch)wendung, Verteilungs(un)gerechtigkeit und den globalen Auswirkungen.

Die in den Industrieländern lebenden 20 Prozent der Bevölkerung verbrauchen 80 Prozent der zur Verfügung stehenden Ressourcen, haben selbst aber nur geringe Rohstoffvorkommen. Die Entwicklungsländer sind reich an Ressourcen, haben aber selbst nur geringen Zugang zu vielen daraus hergestellten Produkten. Es gilt daher, die Konsum- und Produktionsgewohnheiten zu verändern. Die Fotos und Texte der Jugendlichen rufen dazu auf.

Sie tun dies anhand von Ressourcen, die unser aller Leben und unsere Wirtschaft entscheidend mitbestimmen:

Inhaltlich begleitet wurde das Fotoprojekt durch Umwelt- und Entwicklungsorganisationen aus beiden Ländern: von Amigos da Floresta aus Mosambik sowie dem KoordinierungsKreis Mosambik und der Arbeitsgemeinschaft Regenwald und Artenschutz aus Deutschland.

Im Rahmen des Projektes sind eine Fotoausstellung, ein dazugehöriger Ausstellungskatalog sowie ein Arbeitsheft mit Unterrichtsmaterialien zur Vertiefung der Themen entstanden.

Das Projekt wurde gefördert von InWEnt aus Mitteln des BMZ und der Stiftung Umverteilen.


 

Der KoordinierungsKreis Mosambik e.V.

Der KoordinierungsKreis Mosambik e.V. (KKM) bietet seit 1977 allen Mosambik-Interessierten ein Forum der Information, Diskussion und Begegnung.

Menschen, die Projekte in Mosambik unterstützen, deutsch-mosambikanische Schulpartnerschaften, MosambikanerInnen, die in Deutschland leben, Deutsche, die in Mosambik gearbeitet haben; diese Menschen engagieren sich innerhalb des KKM für partnerschaftliche Kontakte zwischen Deutschland und Mosambik.

Kooperationspartner in Mosambik sind heute vor allem Schulen und Gruppen der Zivilgesellschaft.

Der KKM veranstaltet Seminare, arbeitet mit Schulpartnerschaften, publiziert den Mosambik-Rundbrief und andere Materialien und macht Lobby- und Kampagnenarbeit. Viele Mitgliedsgruppen unterstützen konkrete Projekte in Mosambik.

Unsere länderspezifischen Erfahrungen nutzen wir, um Ungerechtigkeiten im Nord-Süd-Verhältnis zu benennen. Wir engagieren uns in Kampagnen und Netzwerken.