Korruption und Partizipation

Mosambik zwischen Demokratisierung, Korruption und
politischer Partizipation

Eine Herausforderung für die deutsch-mosambikanische Zusammenarbeit

Mosambik gilt als eine Erfolgsgeschichte im südlichen Afrika und wird häufig als Vorbild hinsichtlich eines gelungenen Transformationsprozesses, politischer Stabilität und Entwicklung präsentiert. In den letzten Jahren verzeichnete das Land durchschnittlich 8,2% Wirtschaftswachstum. Trotzdem lebt immer noch über die Hälfte der MosambikanerInnen unter der Armutsgrenze. Das MDG-Ziel der Halbierung der in Armut lebenden Menschen steht damit nach wie vor in weiter Ferne.

Als ein Schlüsselfaktor für die Reduzierung der Armut und der Erreichung der anderen MDGs gilt Good Governance. Es steht für eine gute Regierungsführung, die demokratische Spielregeln achtet und günstige Rahmenbedingungen für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung schafft. Seit einiger Zeit mehren sich kritische Stimmen zur Demokratieentwicklung in Mosambik. Der Regierung wird vorgeworfen politische und persönliche wirtschaftliche Interessen zu vermischen und Korruption durchzieht immer noch alle Ebenen des gesellschaftlichen Lebens in Mosambik, obwohl es seit 2005 eine Anti-Korruptions-Strategie gibt.

Korruption durchzieht immer noch alle Bereiche des öffentlichen Lebens in Mosambik und gerade auch die „alltägliche“ Korruption erschwert einem Großteil der mosambikanischen Bevölkerung einen gleichberechtigten Zugang zu Bildung und Gesundheit.

Was können wir hier im Norden gegen diese Entwicklung machen? Wie können Partnerschaften und Projekte der Entwicklungszusammenarbeit demokratische Strukturen fördern? Wie können wir im Rahmen der Schulpartnerschaftsarbeit etwas gegen die Korruption in den Schulen tun?

Das sind einige Fragen, die im Rahmen des Projektes diskutiert werden. Das Projekt zielt darauf ab, die Entwicklung Mosambiks und die Hemmnisse (Korruption) dieser Entwicklung auf Basis von Inputs (Seminar, Artikel, Publikationen), aber auch der eigenen Erfahrungen im Rahmen von aktiver Partnerschaftsarbeit zu diskutieren und zu vermitteln sowie Handlungsperspektiven zu entwickelt.

Der KoordinierungsKreis Mosambik e.V. führt das Projekt in Kooperation mit Intitiative Südliches Afrika e.V. und der mosambikanischen Organisation Centro de Integridade Pública (CIP) durch.

Das Projekt wird gefördert von InWEnt aus Mitteln des BMZ und Misereor.


 

Der KoordinierungsKreis Mosambik e.V.

Der KoordinierungsKreis Mosambik e.V. (KKM) bietet seit 1977 allen Mosambik-Interessierten ein Forum der Information, Diskussion und Begegnung.

Menschen, die Projekte in Mosambik unterstützen, deutsch-mosambikanische Schulpartnerschaften, MosambikanerInnen, die in Deutschland leben, Deutsche, die in Mosambik gearbeitet haben; diese Menschen engagieren sich innerhalb des KKM für partnerschaftliche Kontakte zwischen Deutschland und Mosambik.

Kooperationspartner in Mosambik sind heute vor allem Schulen und Gruppen der Zivilgesellschaft.

Der KKM veranstaltet Seminare, arbeitet mit Schulpartnerschaften, publiziert den Mosambik-Rundbrief und andere Materialien und macht Lobby- und Kampagnenarbeit. Viele Mitgliedsgruppen unterstützen konkrete Projekte in Mosambik.

Unsere länderspezifischen Erfahrungen nutzen wir, um Ungerechtigkeiten im Nord-Süd-Verhältnis zu benennen. Wir engagieren uns in Kampagnen und Netzwerken.